Zucker – die legale Droge!

Zucker – die legale Droge!

 

„Zucker ist doch keine Droge“ – den Satz hast du vielleicht auch schon einmal gehört oder sogar selbst gesagt! Doch kann es nicht sein, dass es doch eine ist, allerdings eine legale Variante?

Zucker

Jeder kennt ihn, jeder mag ihn, fast jeder nimmt ihn zu sich – Zucker! Zucker gibt es in vielen verschiedenen Varianten und ist sehr präsent in unseren Lebensmitteln. Wir konsumieren ihn alle täglich und viele wissen es teilweise gar nicht! Aber in welchen Produkten ist Zucker denn überall enthalten?

  • Süßigkeiten
  • Mehlspeisen
  • Müsli
  • Marmeladen
  • Ketchup bzw. Saucen
  • Soft-Drinks
  • Alkohol (vor allem Mischgetränke)
  • Obst
  • Milchprodukte (Naturjogurt, Topfen,…)
  • Uvm.
    Nährwerte passierter Tomaten
    Nährwerte Topfen

Bei den meisten Produkten wusstest du es wahrscheinlich. War es dirallerdings auch in Jogurts, Topfen und Co bewusst? Nein? Das geht den meisten Personen so und da liegt das Problem. Wir bekommen in unseren Supermärkten bereits relativ wenige verarbeitete Produkte, die wirklich zur Gänze zuckerfrei sind und damit meine ich auch Zuckerersatzstoffe bzw. Süßungsmittel. Laut WHO sollten wir nicht mehr als 50 Gramm Zucker am Tag zu uns nehmen (Erwachsener mit durchschn. 2000 kcal Zufuhr pro Tag). Ein Glas Saft (250ml) hat allerdings bereits ca. 25g und somit fast die Hälfte unseres „Tageslimits“.

 

Zucker als „legale Droge“

Der Zucker wirkt sich sehr stark auf unseren Körper aus und kann in zu großen Mengen auch einiges anrichten. Viele unterschätzen die Zuckerkrankheit Diabetes, da sie nicht wissen, dass davon die Organe angegriffen und zerstört werden. Jedoch wirkt sich der Zucker auch in unserem Gehirn aus, indem er vor allem die Botenstoffe Serotonin und Dopamin beeinflusst.

Serotonin beeinflusst unser Wohlbefinden – haben wir zu wenig, dann wirkt es sich negativ auf unsere Laune aus und kann unter Umständen sogar depressiv wirken. Dopamin steuert unseren „Antrieb“. Wenn dieser zu hoch ist und Serotonin zu niedrig, greifen wir zum Zucker, der uns wieder glücklich macht.

Wenn man Zucker als „Suchtmittel“ plötzlich wegnimmt und nach einigen Tagen bzw. Wochen wieder schwach wird und zu sich nimmt, tritt der bekannte Jojo-Effekt in Kraft und wir beginnen noch mehr davon zu essen, als wir es vor dem Verzicht gemacht haben.

 

Heißhunger

Wovon wahrscheinlich ebenfalls viele Menschen ein Lied singen können, ist der allbekannte Heißhunger. Dieser entsteht durch Unterzuckerung. Das heißt, dass wir einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel haben und unser Körper mit Kohlenhydraten, vorzugsweise jenen, die schnell ins Blut gehen, kompensiert, um den Zuckerspiegel auszugleichen.

Die Unterzuckerung kann allerdings durch mehrere Faktoren hervorgerufen werden
. Einerseits durch lange Pausen der Nahrungsaufnahme und andererseits durch einen zu hohen Zucker- /Kohlenhydratkonsum*. Dieser beeinflusst die Produktion von Insulin in der Bauchspeicheldrüse und führt zu einer erhöhten Ausschüttung. Durch die große Menge Insulin in kurzer Zeit wird der Blutzuckerspiegel zu sehr gedrosselt und es kommt zu einer Unterzuckerung, die wiederum in den oben dargestellten Heißhunger übergeht.

Wie du siehst kommt, man sehr leicht in eine Negativ-Spirale, aus der man sich bewusst wieder herausarbeiten muss. Wenn man dieser Spirale lange folgt, kann es schließlich zur Zuckerkrankheit Diabetes kommen, da die Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse nicht mehr voll funktionstüchtig sind und daher die Insulinmengen nicht mehr produzieren können. Das wiederum führt zu einem dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel, der deine Organe angreift.

 

„Die Menge macht das Gift.“ Dieser Spruch gilt in vielen Bereichen und so ist es auch hier. Ich möchte dir mit den oben beschriebenen Fakten keine Angst vor Zuckerkonsum machen, sondern vor Augen führen, welche Auswirkungen er auf uns Menschen haben kann, wenn wir ihn in zu großen Mengen zu uns nehmen.

Es freut mich, wenn du dir in Zukunft die Nährwerttabellen der Produkte ansiehst, bevor du sie kaufst, um dir bewusst zu machen, was du deinem Körper zuführst.

Wenn du denkst, du bist bereits in dieser Spirale gefangen, dann versuche deinen täglichen Zuckerkonsum zu dokumentieren und ihn nach und nach in KLEINEN Schritten abzubauen und zu verringern. Koche dir beispielsweise dieselben Speisen wie zuvor und verringere den Zucker nach und nach immer mehr. Nach einiger Zeit werden sie dir auch ohne Zucker schmecken!

Wenn du noch weitere Tipps dazu haben möchtest, kannst du mir gerne schreiben!

 

In diesem Sinne viel Erfolg und achte darauf, was du isst. Mahlzeit!

 

Dein Personal Trainer in Wien
Julian

 

*Es gibt noch mehrere Faktoren, die eine Unterzuckerung herbeiführen können, jedoch gehe ich hier nur auf die zwei Genannten ein.

 

 

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